Kategorie-Archiv: Web 2.0

„Creative Commons” – erklärt vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages

Die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages sind nach eigener Aussage Unterstützer der Abgeordneten bei ihrer politischen Arbeit in Parlament und Wahlkreis. Sie liefern Fachinformationen, Analysen und gutachterliche Stellungnahmen.

Auf meist zwei Seiten werden in aller Kürze aktuelle Fragen beantwortet und ein Überblick über die Thematik gegeben. In der Rubrik „Der Aktuelle Begriff“ wurde am 16. November 2009 die Creative-Commons-Lizenz erklärt.

Wer sich im Netz bewegt, der dürfte nach dem Lesen keine neuen Erkenntnisse haben. Dennoch eignen sich solche Texte gut, die Creative Commons bekannter zu machen. Zahlreiche Künstler veröffentlichen ihre Werke unter ihr und auch in der Blogosphäre findet sie immer mehr Anhänger.

Die Analysen und Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes werden übrigens komfortabel als RSS-Feed zur Verfügung gestellt.

Links aus der vergangenen Woche

Links aus der vergangenen Woche

Links aus der vergangenen Woche

Im Vorfeld der Bundestagswahl, Teil 1: Bundesradio

Man mag es kaum glauben, aber Tim Pritlove hat sich wieder einem neuem Projekt zugewandt und die ersten Ergebnisse sind wieder zu empfehlen: „Bundesradio“ nennt sich der neue Podcast, den Tim seit Kurzem zusammen mit Philip Banse in das Netz hinein sendet.

Das Konzept ist so einfach wie genial: Warum Politik nicht einmal aus der Nähe betrachten und den politischen Alltag in Berlin darstellen? Der schnelllebigen und oberflächlichen Berichterstattung wollen die beiden entgegenstehen, indem sie sich Zeit für Themen nehmen, über die in den Medien sonst kaum berichtet wird. Themen aber, anhand derer politisches Handeln verständlich wird. Ihre Motivation ist in der Rubrik „Hintergrund“ auf ihrem Blog nachzulesen.

Ein Experiment besonderer Art wagen die Macher am 27. September von 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr unter dem Namen „Wahlstudio“. Mit prominenten Vertretern aus der Blogosphäre wird über das Abschneiden der Parteien und die Bedeutung für Urheberrecht, Überwachung und Netzneutralität diskutiert: Markus Beckedahl (Netzpolitik.org), Johnny Haeusler (Spreeblick.com), Niels Korte (CDU), Florian Bischof (Piratenpartei), Jakob Augstein (Verleger des FREITAG), Peter Schink (Welt.de), Franziska Heine (Initiatorin der Online-Petition gegen Netzsperren), Frank Rieger (CCC), Barbara von Schewick (Professor Stanford Law School) und weiteren interessanten Personen.

Bundesradio ist derzeit nicht mehr als eine Idee, auch wenn bereits drei Folgen produziert worden sind. Tim und Philip sind auf Sponsoren angewiesen, die ihnen ermöglichen, das Projekt in die Zukunft hinein fortzuführen.

Hörtipp: Pressesprecher 2.0 – Unternehmenskommunikation in Zeiten der Social Media

Pressesprecher sind längst nicht mehr das einzige Sprachrohr eines Unternehmes oder einer Institution. Die Möglichkeiten, die das Internet bieten, scheinen häufig die offiziellen Kommunikationswege zu unterlaufen. Die Grenzen zwischen privater und beruflicher digitaler Identität werden in Zukunft – so eine der Thesen dieses Podcasts – immer weniger abgegrenzt sein.

Zu Gast beim „Social Media PReview“ sind in der Sendung vom 8. September 2009 Mike Schnoor (Head of Public Relations & Corporate Communications bei der sevenload GmbH) und Sachar Kriwoj (Head of Public Relations bei der scoyo GmbH). Beide gehen im Roundtable Interview mit Timo Lommatzsch u. a. der Frage nach, wie, wie Social Media den Job als Unternehmenssprecher verändert hat oder wie man Social Media in die Unternehmenskommunikation integrieren kann.

Hier der Download der Datei.

Lesenswerte Links aus der vergangenen Woche

  • How To GTD With Google Übersicht von Erweiterungen zu: * GoogleReader Tools and Extensions * Google Docs Tools * Google Chrome Tools * Google Calendar Extensions * Tools for Google Blogger * GMail Tools and Extensions * Gtalk Tools u.v.m. (via Toolblog) tags: google, gtd

Über die inflationäre Verwendung der Schriftart „Comic Sans“

„Comic Sans MS ist eine handschriftähnliche Grotesk-Schriftart, die in zwei Schriftschnitten […] existiert“ – klingt doch recht professionell, was Wikipedia da über die Comic Sans MS schreibt. Oder hier die Aussage von Microsoft: „Comic Sans is the groovy script font […] although it might be seen as a novelty typeface, which is great for titles, it’s also extremely readable on-screen at small sizes, making it a useful text face.“

Wer  die Augen offen hält, wird die 1994 von Vincent Connare entwickelte Schriftart in nicht wenigen Dokumenten entdecken. Die Meinung gehen weit auseinander. Im Web gibt es sogar Initiativen, die Comic Sans aus den Windows-Distributionen verbannen möchten. Prominent ist hier bancomicsans.com.

Dennoch, bevor man sich auf Vincent Connare als den Übeltäter einschießt, lohnt eine Beschäftigung mit der Geschichte der Schriftart: Im März 1995 wurde „Microsoft Bob“ entwickelt. MS Bob wollte die recht spartanische Oberfläche des damals aktuellen Windows 3.1 aufpeppen. Dem Anwender wurde ein Zimmer gezeigt, in dem er mit der Maus auf verschiedene Symbole klicken konnte, die dann die entsprechenden Programme starteten. Bilder davon gibt es hier und hier. Eine kleine Figur am unteren rechten Bildschirmrand führte als Assistent durch das Zimmer. Connare, der an der Entwicklung von MS Bob beteiligt war, störte sich daran, dass in den Sprechblasen des Hundes die Schriftart Times New Roman verwendet worden war. Connare schreibt:

Comic Sans was NOT designed as a typeface but as a solution to a problem with the often overlooked part of a computer program’s interface, the typeface used to communicate the message. There was no intention to include the font in other applications other than those designed for children when I designed Comic Sans. The inspiration came at the shock of seeing Times New Roman used in an inappropriate way.

Comic Sans from Anita Brown on Vimeo.