Kategorie-Archiv: Web 2.0

Links der vergangenen Woche

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Änderungen beim Google Reader und die Skepsis der Netzgemeinde

2011-10-google-readerDas RSS-Format hat das Internet erst zu einer ernstzunehmender Nachrichtenquelle gemacht. Seien es die Nachrichten der großen Medienanbieter oder die Beiträge des kleinen Bloggers – im RSS-Reader lese ich dort weiter, wo ich zuletzt aufgehört habe. Nichts geht verloren. Und im Zweifel: „Mark all as read“.

Der beste RSS-Reader ist der des Internetriesen Google. Konkurrenz ist nicht in Sicht. Im Gegensatz zu seinen lokal installierten Programmesbrüdern bietet er den Vorteil der Synchronisation. In Zeiten, in denen immer mehr Geräte in Haus und Hosentasche ihre drahtlose Verbindung zum weltweiten Netz aufbauen, wird dies bekanntlich immer wichtiger. Eine auf dem Gerät installierte App als Front-End, Google-Reader als Back-End; mehr benötigt der Bewohner des digitalen Kontinents nicht. RSS ist so etwas wie das Debian unter den Linux-Distributionen: etwas spröde und bieder, dafür beständig und verlässlich. Nicht so überdreht wie Twitter.

Dann die Nachricht von Google: Der Reader werde nun „angepasst“ und in die übrigen Dienste, v. a. Google+, integriert. Aber: Still und leise wird eine der besten Funktionen deaktiviert: die Shared Items. Der Aufschrei unter denen, die im Reader ein wichtiges Eingangstor zur digitalen Welt sehen, ist groß.

Aus der Fülle der Bewertungen sei hier auf den lesenswerten Artikel von Marcel Weiß auf neunetz.com aufmerksam gemacht. Eine sehr gute Analyse der Lage, der ich auf ganzer Linie zustimme.

Die Umstellung soll noch in dieser Woche erfolgen. Hoffen wir, dass der Reader als eigenständiger Dienst erhalten bleibt. Die Konkurrenz wird die weitere Entwicklung sicherlich genau beobachten. Und versuchen, diese zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Edit 2011-10-26

Weitere beachtenswerte Artikel zum Thema:

Parlamentarische Reden von Abgeordneten per RSS-Feeds

2011-10-rss-feed-mdbAuch wenn der Service schon länger existiert, so ist er doch eines Hinweises wert:

Der Internet-Auftritt des Deutschen Bundestages bietet für jeden Abgeordneten einen RSS-Feed an, der seine Reden enthält. Auf besonders einfache Art und Weise bleibt man so über die parlamentarische Arbeit etwa des eigenen Wahlkreisvertreters auf dem Laufenden. Ein guter Service für alle, die das Netz ohnehin als Ort politischer Meinungsbildung nutzen.

Die Website des Bundestages weist in der Kategorie „RSS-Dienste“ auf diesen Service leider nicht eigens hin. Abonniert werden kann der Feed auf der jeweiligen Profilseite des Politikers (rechte Spalte).

 

Links der vergangenen Woche

  • Es ist eine beängstigende Entwicklung: Twitter und Facebook nehmen Abschied vom RSS-Feed. Als ob dies nicht schon schlimm genug wäre – es scheint niemand davon Notiz zu nehmen. Gegenwärtig können Tweets zwar noch durch Eingabe der URL abonniert werden, aber wer weiß, wie lange noch. Durch immer geschlossenere Systeme (iTunes lässt grüßen!) werden dem Nutzer nach und nach die Möglichkeiten genommen, sich an einem Ort, an dem verschiedene Kanäle zusammenlaufen, zu informieren. Damit dürften auch Aggregationsdienste wie Friendfeed ins Straucheln kommen, die ja auf dem bewährten RSS-Standart aufsetzen. Wo bleibt der Aufstand, wo der Protest?

    tags:twitter facebook RSS

  • Nach dem Niedergang von Rivva blieb ein adäquater Nachfolger bisher aus. Virato ist ein deutscher Dienst, der ausschließlich auf Tweets, Facebook Likes und Facebook Shares setzt. Dadurch geht zwar der internationale Blick verloren, andererseits wird damit dem zurückgehenden Verlinkungsgrad in der Blogosphäre Rechnung getragen. Schade, dass der RSS-Feed fehlt.

    tags:aggregation twitter facebook trends

  • RSS-Feeds – für mich noch immer der einfachste und zuverlässigste Weg, um schnell über zahlreiche Neuigkeiten im Netz auf dem Laufenden zu bleiben. ctrlQ verspricht, die Suchmaschine schlechthin für RSS-Feeds zu sein.

    tags:rss search

  • Nach der (noch immer nicht ausgestandenen) Diskussion über die Sicherheit beim beiliebten Online-Dienst Dropbox haben sich viele Nutzer nach Alternativen umgeschaut. Die hier vorgestellte Seite gibt einen guten Überblick über eine Auswahl anderer Synchronisationsdienste im Netz.

    tags:syncing dropbox tools

  • Zindus ist ein fast unverzichtbares Tool, das die Google-Adresssammlung automatisch mit der lokalen Adresssammlung von Thunderbird abgleicht. Roman weist darauf hin, dass inzwischen auch die Bilder von Google mit der lokalen Datenbank synchronisiert werden.

    tags:thunderbird add-ons google syncing

  • Nette kleine Chrome-Extension für den Google-Reader, die verkürzte RSS-Feeds in die vollständige Länge umwandelt. Der Vorteil einer solchen Methode gegenüber dem Abonnieren eines eigenen (verlängernden) RSS-Feedes ist sicher, dass der Feed erhalten bleibt, auch wenn der dahinterstehende Dienst einmal zugrunde geht. Die über andere Devices gelesenen Feeds bleiben natürlich verkürzt.

    tags:reader rss feed

Hörtipps: Max Frisch zum 100. Geburtstag

 

2011-05-max-frisch-gedenkmuenzeAm 15. Mai 2011 wäre Max Frisch 100 Jahre alt geworden. Eine Reihe von Radiosendungen sind dem Schweizer „Identitätsschriftsteller“ gewidmet, der selbst ein Leben lang auf der Suche nach dem eigenen Lebensentwurf war.

Glücklicherweise steht ein Großteil der Produktionen inzwischen als Podcast zum Download bereit. Auf besonders hörenswerte Sendungen sei hier verwiesen:

  • Bayern 2 radiowissen: Max Frisch – Der Kampf ums Ich (Sendungsseite, mp3)
  • hr 2 Wissenswert: Ich probiere Geschichten an wie Kleider – Max Frisch zum 100. Geburtstag (Sendungsseite, mp3)
  • WDR 5 Zeitzeichen: 15. Mai 1911: Der Geburtstag des Schweizer Schriftstellers Max Frisch (Sendungsseite, mp3)

Interessant  auch die Produktion von SWR 2 Wissen, die die Themen von Frisch in die digitale Zeit zu übertragen versucht:

Bildnachweis

Ich probiere Geschichten an wie Kleider – Max Frisch zum 100. Geburtstag

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