Kategorie-Archiv: Regional

Es geht voran auf der Westerwald-Querbahn

Westerwald-Querbahn Bahnhof Rennerod

Lange Zeit war es ruhig rund um die „IG Westerwald-Querbahn (IWQ) e. V.“. Der eingetragene Verein hat sich zum Ziel gesetzt, „dass die Strecke Westerburg – Rennerod als Infrastruktur und damit als wichtiges Zeugnis der Erschließung des Westerwaldes erhalten bleibt” – so die Aussage auf seiner Website.

Das Ziel, ÖPNV und Güterverkehr auf der Trasse neu zu beleben, hat vielerorts Kopfschütteln hervorgerufen. Unmöglich, aussichtslos, mag da manch einer gedacht haben. Aber wer die Ereignisse rund um die Brexbachtalbahn in den vergangenen Monaten verfolgt hat, weiß, dass sich persönliches Engagement und Ideenreichtum auszahlen können.

Und genau dieses Engagement vieler Helferinnen und Helfer benötigt die IG Westerwald-Querbahn derzeit. Das Jahr 2009 war – soweit es ein Außenstehender beurteilen kann – sicher kein schlechtes Jahr. Im Januar konnte die IG gegenüber der DB Netz AG ihr Interesse an der Übernahme der Strecke bekunden, im März wurde die Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1906 bei Fehl-Ritzhausen als Denkmal anerkannt, im September dann ein erstes Fahrzeug. Gegenwärtig nun wird die Strecke freigeschnitten. Der Verein ist dankbar für jede Hilfe.

Westerwald-Querbahn Bahnhof Hergenroth Westerburg

Wer Zeit hat, sollte sich auf Spurensuche zwischen den beiden Kleinstädten im Westerwald begeben. Während in Bad Marienberg nahezu alle Zeugnisse des Bahnverkehrs durch den Bau der Umgehung unwiderruflich zerstört worden sind, bietet die 1981 für den Personenverkehr und 1995 für den Güterverkehr stillgelegte Strecke Westerburg – Rennerod so manche Überraschung. Beim Spaziergang über die Trasse taucht man ein in die Zeit, in der die Westerwald-Querbahn dem oberen Westerwald größeren Wohlstand und Arbeitsplätze brachte.

Es wäre schade, wenn dieses Zeugnis der Vergangenheit ungenutzt für die Zukunft bliebe.

950-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Seck

Logo 950 Jahre Seck, Westerwald950 Jahre wird sie alt, die Ortsgemeinde Seck. Heinrich der IV. – jener, der nach Canossa ging – hatte Seck in einem Dokument erstmals urkundlich erwähnt.

1059 – In dieses Jahrzehnt reicht das Schisma zwischen der byzantinischen und der lateinischen Kirche zurück; die Agrarrevolution des Hochmittelalters ist gerade vollzogen; es ist die Zeit, in der die Islamisierung Kleinasiens durch die türkische Besiedlung  beginnt; der erste Kreuzzug hat noch nicht stattgefunden.

Ein solch hohes Alter muss natürlich ausgiebig gefeiert werden. Besonders sei hier auf das kirchenmusikalische Programm aufmerksam gemacht:

31. Mai 2009, 16.00 Uhr (Pfingstsonntag): Orgelimpressionen

Die Ausstellung mit historischen Bildern aus Seck wird mit den „Orgelimpressionen“ der Organisten Peter und Thomas Schön an Pfingstsonntag um 16.00 Uhr eröffnet. Den visuellen werden die akustischen Eindrücke vorangestellt. In 30 Minuten zeigt sich die Orgel in der katholischen Pfarrkirche mit all ihren unterschiedlichen Klangfarben. Das Programm:

  • Louis-James-Alfred Lefébure Wély (1817–1869): Boléro de concert, op. 166 (Peter Schön)
  • Gaston Litaize (1909–1991): Scherzo aus den Douz Pieces pour Grand Orgue (Thomas Schön)
  • Alexandre Guilmant (1837–1911): Introduction et Allegro aus der 1. Sonate in d-Moll (Thomas Schön)
  • Improvisationen über Droben stehet die Kapelle (Thomas Schön)
  • Noel Rawsthorne (geb. 1929): Hornpipe Humoresque (Peter Schön)

11. Juni 2009 (Fronleichnam)

10.00 Uhr Eucharistiefeier mit anschließender Prozession durch das historisch geschmückte Dorf. Den Gottesdienst wird Peter Schön übernehmen und folgende Orgelliteratur spielen:

  • Zum Einzug: William Mathias (1934–1992): Fanfare
  • Zur Kommunion: Léon Boëllmann (1862–1897): Prière à Notre Dame aus der Suite gothique c-Moll, op. 25
  • Zum Auszug: Dietrich Buxtehude (1647–1707): Präludium F-Dur, WV 144

14.00 Uhr Orgelführung speziell für Kinder (Thomas Schön)

14. Juni 2009

9.30 Uhr Festgottesdienst unter Mitwirkung von Kirchenchor und Orchester. Die Orgel spielt Thomas Schön. Orgelliteratur:

  • Zur Einstimmung: Johann Sebastian Bach (1685–1750): Präludium Es-Dur, BWV 552/1
  • Zur Kommunion: Johann Sebastian Bach (1685–1750): Nun dankte alle Gott, BWV 657
  • Zum Auszug: Louis Vierne (1870–1937): Finale der 1. Symphonie d-Moll für Orgel, op. 14