Kategorie-Archiv: Regional

Zum Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI.

Limburg, 28. Februar 2013, 19:45 Uhr: Die Glocken des Limburger Domes verabschieden Papst Benedikt XVI. aus dem Amt.

Einläuten:

Ausläuten:

Alle neun Glocken, so wie hier, erklingen üblicherweise nur einmal im Jahr: nach dem Pontifikalamt am Ostersonntag.

Ab Minute 3:10 (Standort: Unterhalb des Domherrenfriedhofs) sind im ersten Audiobeispiel auch die beiden mittelalterlichen Glocken aus dem 13. bzw. 15. Jahrhundert („Sterm“ und Uhrglocke) zu hören. Aufgenommen mit einem iPhone5 auf der Domplatte.

Twittagessen in Limburg im Februar/März 2013

2013-02-twitter-logo@Aleksandrah (Blog) hat in bewährter Weise wieder die Fäden in die Hand genommen und zur Terminfindung für das nächste Twittagessen in #LimburgLahn aufgerufen.

Ein Twittagessen ist eine Art Stammtisch. Den „Stamm“ bilden die Twitternutzer, der „Tisch“ steht in einem zuvor vereinbarten Lokal (oder auch mal vor einem Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt).

In Limburg sind diese Treffen vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen worden. Die Teilnehmerzahl ist seitdem ständig gewachsen. Festgelegte Themen gibt es nicht, geredet wird über Gott und die Welt, das Internet und seine Folgen, das Essen und das Wetter. Für viele, auch für mich, wurde so aus dem digitalen Nachrichtensystem Twitter ein echtes soziales, d. h. reales, Netzwerk.

Wer teilnehmen möchte, kann sich in die folgende Doodle-Liste eintragen:

http://doodle.com/vesnzd9v8fyft285

Weitere Links:
@GruppeLM
Twitter-Gruppe Limburg

Update 05.03.2013

Ein Termin ist gefunden: Samstag, 9. März 2013, um 19:00 Uhr in der Obermühle in Limburg (Am Huttig 3).

„Hilfe für Heinz und andere“ – Typisierungsaktion am 10. November 2012 in Rennerod

Der 61-jährige Heinz aus Seck leidet an einer Erkrankung des blutbildenden Systems und ist dringend auf eine Stammzellenspende angewiesen. Eine breit aufgestellte Initiativgruppe aus Seck hat gemeinsam mit der „Deutschen Knochenmarkspenderdatei“ (DKMS) eine Registrierungsaktion gestartet.

Die Registrierung ist am

Samstag, 10. November 2012,
von 10.00 bis 16.00 Uhr
in der Westerwaldhalle Rennerod (Westerwaldstr. 8).

Sie ist kostenlos, der DKMS entstehen aber Kosten von 50,00 Euro. Daher werden zusätzlich Spenden finanzieller Art benötigt:

DKMS Spendenkonto: 201047495
Nassauische Sparkasse
BLZ 510 500 15

Weitere Informationen dazu auf der Website „Hilfe für Heinz und andere“ und auf der Facebook-Seite.

Der 14-jährige Lukas aus Hadamar hat nach der Typisierungsaktion im September einen Stammzellenspender gefunden. Helfen Sie daher mit, die Aktion für Heinz bekannt zu machen!

Quellen:
Hilfe für Heinz und andere,
Gemeinde Seck
Rhein-Zeitung

Update 25.01.2013:

Es gibt gute Nachrichten: Für den Erkrankten ist ein Stammzellenspender gefunden worden. „Es steht ein voll kompatibler Stammzellenspender, quasi der genetische Zwilling, zur Verfügung“, sagte Johannes Jung, Ortsbürgermeister von Seck und Sprecher der Initiative „Hilfe für Heinz“.

Vgl. auch die Berichte der

Adventskonzert mit Cantabile Limburg am 17. Dezember 2011 in St. Johannes Nepomuk/Hadamar

Die Kulturvereinigung Hadamar lädt für Samstag, 17. Dezember 2011, 19.00 Uhr, zum Konzert mit dem Männerkammerchor Cantabile Limburg in die katholische Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk nach Hadamar ein. Das Konzert mit dem Titel Oh du stille Zeit bringt Auszüge aus der neuen CD-Produktion zu Gehör. Der 1980 gegründete Chor gehört seit Jahren zu den international anerkannten Spitzenensembles unter den Männerchören und ist vielfach ausgezeichnet worden.

Ergänzt wird das Programm durch zwei Choralbearbeitungen des Adventsliedes Nun komm der Heiden Heiland von Johann Sebastian Bach für Orgel (BWV 659 und BWV 661), gespielt von Thomas Schön.

Karten zu vergünstigten Vorverkaufspreisen von 10 Euro (Abendkasse 12 Euro) gibt es in Hadamar bei der Buchhandlung Hämmerer, bei Schreibwaren Dutell sowie in Elz bei „Buch & Tee“.

  • „Cantabile Limburg“ unter der Leitung von Jürgen Fassbender
  • Orgel: Thomas Schön, Seck/Limburg

Kirchenmusik am 22. Oktober 2011 in St. Kilian/Seck – Dekanatssingen

Samstag, 22. Oktober 2011, 18.00 Uhr: Dekanatssingen der Chöre des Dekanates Rennerod in der Kath. Pfarrkirche St. Kilian in Seck

2011-10-prospekt-hauptorgel-seck

Orgelliteratur:

  • Kommunion:
    Louis Vierne (1870-1937):
    Cantilène aus der 3. Symphonie für Orgel fis-Moll, op. 28
  • Schluss:
    Johann Sebastian Bach (1685-1750):
    Präludium G-Dur, BWV 541

Die Kirchenchöre und Solisten singen die „Missa pro Pace“ in F-Dur von Richard Burzynski (geb. 1946). Im Anschluss an die Eucharistiefeier ist das Singen der Chöre. Informationen zu den Orgeln in der kath. Pfarrkirche unter http://www.thschoen.de/seck-st-kilian-orgel.

 

Zelebrant: Dekan Pfr. Achim W. Sahl, Rennerod

Kirchenchöre St. Kilian/Seck und St. Marien/Irmtraut unter der Leitung von Axel Kunz

Orgel: Thomas Schön, Seck/Limburg

Kirchenmusik am 4. September 2011 in St. Kilian/Seck – Konzert mit dem Limburger Domchor

Sonntag, 4. September 2011, Kath. Pfarrkirche St. Kilian in Seck, Tag des Ewigen Gebetes für den Pastoralen Raum Rennerod

10.30 Uhr Eucharistiefeier mit Aussetzung

  • Zur Einstimmung:
    Johann Sebastian Bach (1685-1750):
    Fantasia super Komm, Heiliger Geist (in organo pleno/il canto fermo nel pedale), BWV 651 (aus den „Leipziger Chorälen“)
  • Kommunion:
    Improvisation

18.00 Uhr Feierliche Schlussandacht

unter Mitwirkung des Limburger Domchores und der Kirchenchöre St. Kilian/Seck und St. Marien/Irmtraut

  • Zur Einstimmung:
    Johann Sebastian Bach (1685-1750):
    Fantasia g-Moll, BWV 542
  • Schluss:
    William Lloyd Webber (1914-1982):
    Festal March Es-Dur

Im Anschluss: Konzert des Limburger Domchores und der Kirchenchöre St. Kilian/Seck und St. Marien/Irmtraut

Orgelliteratur:

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750):
    Von Gott will ich nicht lassen (il canto fermo nel pedale), BWV 658 (aus den „Leipziger Chorälen“)
  • Gaston Litaize (1909- 1991):
    „Scherzo“ aus den „Douz Pieces pour Grand Orgue“

Limburger Domchor unter der Leitung von Domchordirektorin Judith Schnell

Kirchenchöre St. Kilian/Seck und St. Marien/Irmtraut unter der Leitung von Axel Kunz

Orgel: Thomas Schön, Seck/Limburg

Innegehalten: Die Lahntalbrücke bei Limburg

Manchmal liegt das Interessante so nahe. Eine einfache Autobahnbrücke etwa: die Lahntalbrücke in Limburg.

800px-Limburg_-_Lahntalbrücke_2

 

Das erste Bauwerk an dieser Stelle war von beeindruckendem Ausmaß: nicht die charakterlose Spannbeton-Hohlkastenbrücke von heute, sondern eine Naturstein-Bogenbrücke mit „sakral anmutenden, aufstrebenden Säulen“. Ab Herbst 1939 rollte auf ihr der Verkehr der damaligen Reichsautobahn 21 (Frankfurt am Main – Limburg).

RAB-Bruecke-Limburg-1939

 

Dem Bau der Brücke (Bilder davon sind hier zu sehen) war eine intensive Planung vorausgegangen. Die neu zu schaffende Lahnüberquerung sollte sich gestalterisch dem damals noch unverputzen Limburger Dom und der Alten Lahntalbrücke anpassen. Bedeutende Bauwerke der Region wurden untersucht, um ausfindig zu machen, wo deren Gestein herstammt. Von gleicher Stelle wurde dann das Material für den Brückenbau bezogen. Da für die Mittelpfeiler der Kathedralkirche in Limburg vermutlich Steine aus der Region um Goldhausen in Westerwald verwendet worden waren, reaktivierte man sogar den dort bereits stillgelegten Steinbruch.

Wie so viele Bauwerke von hoher Bedeutung für die Infrastruktur wurde auch die Lahntalbrücke im Krieg zerstört – von der deutschen Wehrmacht. So blieb dem Werk des Architekten Paul Bonatz, dem Erbauer des Stuttgarter Hauptbahnhofes, nur eine kurze Lebensdauer.

Von 1949 bis 1962 hielt eine Behelfsbrücke den Verkehrsfluss aufrecht. 1960 bis 1964 entstand das heutige Bauwerk. Noch in diesem Jahr soll mit dem Bau einer neuen Brücke begonnen werden. Sie wird sich in ihrer Gestaltung von der bestehenden ICE-Brücke absetzen und „überlässt dem Stadtbild mit dem Dom eine gestalterische Priorität“.

Bildnachweise: 1, 2

Ergänzung 05.09.2014: Fotografische Fundstücke vom Bau der Autobahnbrücke hat Volker Thies ins Netz gestellt.

Benefiz-Veranstaltung mit Lars Reichow zugunsten der Klosterruine Seligenstatt (Seck)

Am 15. November 2010 gastiert der Kabarettist Lars Reichow mit seinem Programm „Unterhaltungskanzler“ in der Westerwaldhalle Rennerod. Der Erlös der Veranstaltung ist zugunsten des Fördervereins „Kloster Seligenstatt“ bestimmt, der sich um den Erhalt der Klosterruine „Seligenstatt“ am Rande von Seck bemüht.

Die unscheinbaren Reste lassen nur schwer auf die Bedeutung schließen, die dieser geistliche Ort lange Zeit hatte. Das Benediktinerinnenkloster, geweiht auf die Mutter Gottes und den Heiligen Nikolaus, wird urkundlich erstmals im Jahr 1181 von Erzbischof Arnold von Trier erwähnt. Als Stifter wird Siegfried von Runkel oder seine Familie angesehen. Seit 1215 war Seligenstatt Tochterkloster von Maria Laach. Eine dem Kloster zugeordnete Bruderschaft wird 1217 erwähnt. Zeitweise muss es wohl auch Mönche gegeben haben, die das Haus des Klosters in Limburg bewohnten (1324). Adelsfamilien des Landes schickten ihre Töchter häufig zur Versorgung nach Seck. Zahlreiche Namen sind bis heute überliefert.

Die Bedeutung des Klosters zeigt sich an seinem Grundbesitz, der im 13. und 14. Jahrhundert weit verstreut war, u. a. im Dillkreis, Kreis Gießen und Wetzlar, im Kreis Limburg, dem Oberlahnkreis und bis hinunter nach Geisenheim.

Mitte des 15. Jahrhunderts begann der Niedergang des Klosters. Der Pfarrer von Montabaur, Werner Hunt(?), übernahm die Verwaltung des Klosters. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass das berühmte Gnadenbild in Wirzenborn seinen Platz ursprünglich im Kloster in Seck hatte. Trotz zahlreicher Konflikte in der Verwaltung des Klosters (der Priester Christian Seck trug sein Anliegen bis vor die römische Kurie), muss wohl bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts noch zweimal wöchentlich ein Gottesdienst im Kloster gefeiert worden sein. Unter Reinhard von Schönberg wurden die Gebäude dann Mitte des 16. Jahrhunderts in ein reines Hofgut umgewandelt. Belegt ist, dass ab 1570 die Herren von Westerburg den Chorraum von Seligenstatt als Steinbruch verwandten – 1565 wurde Leinigen-Westerburg evangelisch. Selbst bis in die 1950er-Jahre wurde das Areal als Ackerfläche genutzt. Der Dorfchronist von Seck, Helmut Jung, sieht als Ursache für die Auflösung des Klosters vor allem die über 300 Jahre dauernde Doppelherrschaft der Herren von Runkel und der Herren von Westerburg über Seck und das Kloster an.

Heutzutage ist kaum noch etwas vom Kloster erhalten, sieht man von dem Gnadenbild ab. Im Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden kann das Siegel aus dem Jahre 1234 betrachtet werden. 1591 gingen die Glocken nach Westerburg und Gemünden. Das Landschaftsmuseum Hachenburg bewahrt Scherben auf, die im Umfeld der Ruine gefunden worden sind. Der Taufstein, der viele Jahre beim Gemeindebrunnen stand, ist ebenso verschwunden. Vor Ort, etwa 200 m außerhalb von Seck Richtung Hellenhahn-Schellenberg, sind die nicht abgeräumten Mauernreste mit einer Breite von 36 m und einer Länge von 72 m zu sehen.

1990 wurde zum Erhalt der Ruinen ein Förderverein gegründet. Er hat durch Sicherungsmaßnahmen wesentlich dazu beigetragen, die Ruinen vor weiterem Verfall zu bewahren. Ihm ist auch der neue Zugang auf der Südseite zu verdanke. Dem interessierten Besucher sei die Dokumentationshütte auf dem Gelände ans Herz gelegt.

Zum Kabarettabend empfehle ich die Informationen vom WW-Kurier.

Geschichtliche Zusammenfassung aus:
Helmut Jung: Das Kloster Seligenstatt bei Seck.
In: 950 Jahre Seck, hg. von der Gemeindeverwaltung Seck 2009, 101-111.