Geschichte – Teil 3

1999: Insolvenz der Orgelbaufirma

Im Januar 1999 muss die Orgelbaufirma Sauer Insolvenzantrag stellen. Der Schock sitzt bei allen Beteiligten tief. Weil die Kirchengemeinde sich jedoch im Vorfeld rechtlich ausreichend abgesichert hat, bleibt der größte Schmerz, dass der geplante Fertigstellungstermin nicht eingehalten werden kann.

Die Firma Hugo Mayer macht das beste Angebot

Wieder werden Angebote verschiedener Firmen eingeholt. Das der Firma Hugo Mayer erweist sich nach intensivem Vergleich als das beste. Der Auftrag wird um die Einrichtung der Schwellerbetätigung vom Chororgelspieltisch aus und um den Einbau von Oktavkoppeln (Sub II-II, Sub II-I, Super II-P) erweitert. Dafür werden im Pedal der Hauptorgel Prinzipal/Oktavbaß und Subbaß/Gedacktbaß als Auszüge gebaut. Einer Lösung mit zwei identischen (dreimanualigen) Spieltischen und einer 128-fachen Setzerkombination wird der Vorzug gegeben. Aus der alten Orgel können nach Aufarbeitung der Pfeifen wiederverwendet werden:

  • HW: Gedacktpommer 16′ (ehemals Quintade 16′), Spitzflöte 8′, Oktave 4′
  • SW: Rohrflöte 4′, Prinzipal 4, Koppelflöte 4′, Gemshorn 2′
  • Ped: Subbaß 16′, Choralbaß 4′
  • CO: Gedackt (ehemals Holzgedackt 8′), Rohrflöte 4′, Waldflöte 2′, Subbaß 16′
Aufbau der Mayer-Hauptorgel im Jahr 2000

Aufbau der Mayer-Hauptorgel im Jahr 2000

Ab Herbst 2000 wird die Orgel in der Pfarrkirche Seck aufgebaut und der Pfeifenklang dem Raum angepasst. Den Intonateuren der Firma Mayer, Patrick Akroud und Michael Müller, ist es ideal gelungen, die alten Register in die neue Orgel zu integrieren. Während allen Phasen – von der Planung bis zur Fertigstellung – ist vor allem der unermüdliche Einsatz des Secker Pfarrers Josef Müllers hervorzuheben. Dank seines großartigen Engagements konnten zwei Instrumente gebaut werden, die hoffentlich noch lange ihren Dienst in der Liturgie verrichten werden. So war es auch Pfarrer Müller, der in einem feierlichen Gottesdienst am 19. November 2000 die Orgel weihte und sie ihrem Zweck übergab.