Hörtipp: Vortrag von Prof. Kehl SJ über die christliche Hoffnung auf Vollendung der Welt

Das Kölner „Domradio“ hat in seiner Podcastreihe „Kopfhörer“ einen Vortrag des Frankfurter Theologen P. Medard Kehl SJ, Professor em. für Dogmatik und Fundamentaltheologie, gesendet. In seinen Ausführungen an der Karl-Rahner-Akademie Köln geht Kehl der Frage nach, was die christliche Lehre von der Vollendung der Welt im Ganzen und des Einzelnen beinhalte.

Der christlich(-katholische) Glaube sei hier v. a. durch die Wiedergeburtslehre und durch außerchristliche Gruppen, die die Wiederkunft des Herrn mit dem Ende der Welt verbinden, angefragt. Dem müsse aus katholischer Sicht entgegengehalten werden: Die Wiederkunft des Herrn sei nicht als planetarisches Szenario, sondern als Heimholung der Schöpfung zu verstehen. Wie die Schöpfung kein empirisch wahrnehmbares Phänomen sei, so werde auch die Vollendung der Welt kein Geschehen in Raum und Zeit sein.

Was aber ist dann „Wiederkunft“ und „Vollendung“? Für Kehl ist dies ein linearer Prozess, der sich für jede und jeden Einzelnen im Tod vollzieht. Mit Karl Rahner gesprochen: Jesus Christus kommt wieder, „insofern alle bei ihm ankommen“. Die Wiederkunft des Herrn, so könne man sagen, werde also mit dem Tod des letzten Menschen seinen Abschluss finden.

Mit der Thematik hat sich Medard Kehl ausführlich in mehreren Büchern beschäftigt.

Download der mp3-Datei auf der Website des Domradios.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.