Twittagessen in Limburg im Juli/August 2013

Diesmal war es @vtaktuell, der die Sache in die Hand genommen hat (besten Dank dafür!):

Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden. Anmeldungen (und bitte ebenso Abmeldungen) über die Doodle-Liste:

http://www.doodle.com/zapmeksbqx7m9v9d

Auch von meiner Seite eine herzliche Einladung zum digital-realen „Stammtisch“, den es in dieser Form bereits seit über zwei Jahren gibt.

 

Edit 24.07.2013:

Der Termin ist festgelegt: Freitag, 9. August 2013, um 19:30 Uhr im C’est la Vie in Limburg, Sackgasse 18.

Hörtipp: hr 2 kultur Wissenswert – Gedenkstätte Hadamar

2013-06-Gedenkstaette-HadamarDer Hessische Rundfunk hat in seiner Hörfunkreihe „Wissenswert“ über die Gedenkstätte Hadamar berichtet.

In der ehemaligen „Heil- und Pflegeanstalt“ auf dem Möchberg wurden in den Jahren 1941 bis 1945 knapp 15.000 Menschen im Rahmen der T4-Aktion systematisch getötet. 4.000 Leichname wurden innerhalb von drei Jahren auf dem angrenzenden „Anstaltsfriedhof“ bestattet.

Heute befindet sich auf dem Gelände eine Gedenkstätte in Trägerschaft des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen.

Die Sendung kann beim Hessischen Rundfunk als mp3-Datei heruntergeladen werden, ein Manuskript ist vorhanden.

Foto: Volker Thies,  Lizenz:  CC BY-SA 3.0

Umsiedlungen und verlassene Dörfer rund um Garzweiler

Im Norden des Rheinischen Braunkohlereviers liegt der Tagebau Garzweiler II. 1,3 Milliarden Tonnen fossiler Brennstoff lagern dort. Bis zum Jahr 2045 will die RWE Power AG jährlich 40 Millionen Tonnen abbauen.

Der Tagebau ist nach dem Dorf Garzweiler benannt, das Anfang der 1990er-Jahre abgebaggert wurde. Wie Garzweiler ergeht es zahlreichen Ortschaften, die sich auf dem insgesamt 48 qkm großen Abbaugebiet befinden. Über ein Dutzend Dörfer sind bereits verschwunden. 7.600 Menschen müssen von ihrer Heimat für immer Abschied nehmen und sich mithilfe der Entschädigungen von RWE Power eine neue Existenz aufbauen (hier ein Beispiel aus dem Braunkohletagebau Hambach).

Alles verschwindet: Häuser, Denkmäler, Kirchen, Friedhöfe.

In den westlich gelegenen Ortschaften des künftigen Abbaugebietes (Kuckum, Ober-/Unterwestrich, Keyenberg, Berverath und Holzweiler) ist vom nahenden Ende noch nicht allzu viel zu sehen. Erst um das Jahr 2026/2027 soll die „bergbauliche Inanspruchnahme“ erfolgen.

Weiter östlich hat die Umsiedlung dagegen bereits begonnen. Borschemich, Lützerath und Immerath sind inzwischen fast vollständig verlassen. Nur einige Landwirte leben und arbeiten noch in ihren teils jahrhundertealten Hofgütern. Sie trifft die Umsiedlung besonders hart. Die restlichen Dorfbewohner werden von einem Sicherheitsdienst bewacht. Autos mit fremdem Kennzeichen erwecken Misstrauen. Metalldiebe haben schon mehr als einmal zugschlagen.

Rings herum das gleiche Bild: menschenleere Straßen und verlassene Häuser. Heruntergelassene Rollländen zeugen davon, dass die Bewohner erst vor Kurzem ausgezogen sind. Manchmal lassen auch die Anschriften der Sternsinger erahnen, wann die Häuser zuletzt bewohnt waren. Andernorts sind die Haustüren und Fenster inzwischen mit Beton verfüllt. Der sicherste Schutz gegen Vandalismus. Überall verwildernde die Gärten.

Eindrücke von Orten, die es bald nicht mehr geben wird, Zeugnisse der Devastierung:

(falls sich die Galerie nicht öffnet: hier der direkte Link zum Flickr-Album)

2013-04-20 Rheinisches Braunkohlerevier

Zum Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI.

Limburg, 28. Februar 2013, 19:45 Uhr: Die Glocken des Limburger Domes verabschieden Papst Benedikt XVI. aus dem Amt.

Einläuten:

Ausläuten:

Alle neun Glocken, so wie hier, erklingen üblicherweise nur einmal im Jahr: nach dem Pontifikalamt am Ostersonntag.

Ab Minute 3:10 (Standort: Unterhalb des Domherrenfriedhofs) sind im ersten Audiobeispiel auch die beiden mittelalterlichen Glocken aus dem 13. bzw. 15. Jahrhundert („Sterm“ und Uhrglocke) zu hören. Aufgenommen mit einem iPhone5 auf der Domplatte.

Twittagessen in Limburg im Februar/März 2013

2013-02-twitter-logo@Aleksandrah (Blog) hat in bewährter Weise wieder die Fäden in die Hand genommen und zur Terminfindung für das nächste Twittagessen in #LimburgLahn aufgerufen.

Ein Twittagessen ist eine Art Stammtisch. Den „Stamm“ bilden die Twitternutzer, der „Tisch“ steht in einem zuvor vereinbarten Lokal (oder auch mal vor einem Glühweinstand auf dem Weihnachtsmarkt).

In Limburg sind diese Treffen vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen worden. Die Teilnehmerzahl ist seitdem ständig gewachsen. Festgelegte Themen gibt es nicht, geredet wird über Gott und die Welt, das Internet und seine Folgen, das Essen und das Wetter. Für viele, auch für mich, wurde so aus dem digitalen Nachrichtensystem Twitter ein echtes soziales, d. h. reales, Netzwerk.

Wer teilnehmen möchte, kann sich in die folgende Doodle-Liste eintragen:

http://doodle.com/vesnzd9v8fyft285

Weitere Links:
@GruppeLM
Twitter-Gruppe Limburg

Update 05.03.2013

Ein Termin ist gefunden: Samstag, 9. März 2013, um 19:00 Uhr in der Obermühle in Limburg (Am Huttig 3).

Orgelführung mit Cameron Carpenter

Cameron Carpenter gehört zweifelsohne zu den individuellsten Organisten der Gegenwart. Der Exzentriker kann sich wohl nicht so richtig mit dem kirchenmusikalischen Einsatz der „Königin der Instrumente“ anfreunden – wohl deshalb, weil dort die Orgel eine dienende Funktion hat. Dienend aber, das muss die Orgel für ihn, den virtuosen Musiker, sein. Konventionelles Musizieren liegt ihm offensichtlich fern, dem setzt er eine brillante Techniken entgegen, die jedem, der schon einmal an einem Tasteninstrument gesessen hat, den Atem verschlagen.

Sarah Willis, Hornistin an der Berliner Philharmonie, und Carpenter geben im folgenden Video eine unterhaltsame und witzig angelegte Orgelführung der anderen Art.