Aiff-Dateien in mp3-Dateien konvertieren

Das Konvertieren von Mediendateien ist häufig kein leichtes Unterfangen.

Konkret stellte sich das Problem beim Konvertieren von aiff-Dateien, die die iPhone-App „Rekorder“ als Standardformat festgelegt hat. Die ein oder andere Audionotiz sollte archiviert werden, und zwar in einem Format, das sich auch in einigen Jahren noch ohne größere Probleme öffnen lassen sollte: mp3.

Unter Windows gibt es eine große Zahl an Konvertern, wobei die Websites, auf denen sie beworben werden, kein gutes Gefühl hinterlassen. Mehr als zwanzig Euro für ein Tool auszugeben, das nur wenige Male pro Jahr benutzt wird, schien dann auch nicht vernünftig.

Ein erster Lichtblick: Konvertieren mit iTunes. Für einen Linux-Anwender liegen die Nachteile auf der Hand, auch wenn er als iPhone-Besitzer hin und wieder sein unfreies Betriebssystem starten wird.

Dann – irgendwo in den Tiefen des Netzes – die Lösung: Audacity! Audacity ist ein Open-Source-Programm, das als Audiorecorder zwar nicht an die Fähigkeiten der großen und damit auch teuren Programme herankommt, das sich dem semiprofessionellen Anwender aber als gute Alternative anbietet. Es ist nicht nur kostenfrei, sondern auch für Windows-, Mac- und Linuxsysteme zu haben. Wer sich als Windows-User keine Änderungen im System einfangen will, kann die portable Version im gleichen Funktionsumfang benutzen.

Wie also mit Audacity aiff-Dateien in das Format mp3 konvertieren?

  1. Audacitiy herunterladen. Unter Ubuntu kann das Programm auf einfachem Weg über die Pakteverwaltung hinzugefügt werden.
  2. Download des LAME-Encoders. Dieser ist aus Patentgründen nicht in Audacity enthalten.
  3. Ist Audacity installiert und gestartet, kann die aiff-Datei wie jede andere Datei geöffnet werden:
  4. Anschließend wird die Datei im Format mp3 exportiert (Datei >> Exportieren als mp3). Hier ist nötig, dass zuvor das LAME-Plugin installiert worden ist.

Aiff-Dateien in mp3-Dateien konvertieren

Aiff-Dateien in mp3-Dateien konvertieren

Hörtipp: Chaosradio Express 127 – Tex und LaTeX

Logo LaTeXAuf diese Sendung hatten viele Hörer schon lange gewartet. Nun ist es endlich geschehen: Tim redet im Chaosradio Express Folge 127 über TeX und LaTeX, nach Meinung der Fachleute einem der besten Textsatzsysteme.

Sein Gesprächspartner ist Joachim Schrod. Schrod gilt als guter Kenner der Szene und ist einer der Mitbegründer der „Deutschsprachigen Anwendervereinigung für TeX e. V (DANTE)“. Er erklärt, was es mit TeX und LaTeX auf sich hat und welche Anwendungsmöglichkeiten sich bieten. Im Blog von Chaosradio Express besteht die Möglichkeit, Kommentare zur Sendung zu hinterlassen – wovon inzwischen reichlich Gebrauch gemacht worden ist.

In der Ankündigung heißt es:

Der Wunsch, ein Buch digital in perfektem Satz zu publizieren hat Donald Knuth Ende der Siebziger Jahre dazu bewegt, ein Satzprogramm zu erschaffen, dass auch Jahrzehnte nach seiner Fertigstellung noch das Nonplusultra des digitalen Schriftsatzes darstellt. In der Folge ist um diesen „Satzkernel“ herum eine mächtige Infrastruktur von Makropaketen und sonstigen Hilfsmitteln entstanden, die TeX zu einem mächtigen Werkzeugen machen. Im Gespräch mit Tim Pritlove erzählt Joachim Schrod über den historischen Ursprung von TeX und seinen technischen Aufbau. Zur Sprache kommen unter anderem die Person Donald Knuth und sein Perfektionismus, das Prinzip der TeX-Makrosprache, warum digitale Gummibänder der Schlüssel zum Schriftsatz sind, TeX und Schriftarten, die Funktionalität von LaTeX, sonstige TeX-Werkzeuge und Editoren und Stammtische und Konferenzen.

Hier der Download der Datei.

950-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Seck

Logo 950 Jahre Seck, Westerwald950 Jahre wird sie alt, die Ortsgemeinde Seck. Heinrich der IV. – jener, der nach Canossa ging – hatte Seck in einem Dokument erstmals urkundlich erwähnt.

1059 – In dieses Jahrzehnt reicht das Schisma zwischen der byzantinischen und der lateinischen Kirche zurück; die Agrarrevolution des Hochmittelalters ist gerade vollzogen; es ist die Zeit, in der die Islamisierung Kleinasiens durch die türkische Besiedlung  beginnt; der erste Kreuzzug hat noch nicht stattgefunden.

Ein solch hohes Alter muss natürlich ausgiebig gefeiert werden. Besonders sei hier auf das kirchenmusikalische Programm aufmerksam gemacht:

31. Mai 2009, 16.00 Uhr (Pfingstsonntag): Orgelimpressionen

Die Ausstellung mit historischen Bildern aus Seck wird mit den „Orgelimpressionen“ der Organisten Peter und Thomas Schön an Pfingstsonntag um 16.00 Uhr eröffnet. Den visuellen werden die akustischen Eindrücke vorangestellt. In 30 Minuten zeigt sich die Orgel in der katholischen Pfarrkirche mit all ihren unterschiedlichen Klangfarben. Das Programm:

  • Louis-James-Alfred Lefébure Wély (1817–1869): Boléro de concert, op. 166 (Peter Schön)
  • Gaston Litaize (1909–1991): Scherzo aus den Douz Pieces pour Grand Orgue (Thomas Schön)
  • Alexandre Guilmant (1837–1911): Introduction et Allegro aus der 1. Sonate in d-Moll (Thomas Schön)
  • Improvisationen über Droben stehet die Kapelle (Thomas Schön)
  • Noel Rawsthorne (geb. 1929): Hornpipe Humoresque (Peter Schön)

11. Juni 2009 (Fronleichnam)

10.00 Uhr Eucharistiefeier mit anschließender Prozession durch das historisch geschmückte Dorf. Den Gottesdienst wird Peter Schön übernehmen und folgende Orgelliteratur spielen:

  • Zum Einzug: William Mathias (1934–1992): Fanfare
  • Zur Kommunion: Léon Boëllmann (1862–1897): Prière à Notre Dame aus der Suite gothique c-Moll, op. 25
  • Zum Auszug: Dietrich Buxtehude (1647–1707): Präludium F-Dur, WV 144

14.00 Uhr Orgelführung speziell für Kinder (Thomas Schön)

14. Juni 2009

9.30 Uhr Festgottesdienst unter Mitwirkung von Kirchenchor und Orchester. Die Orgel spielt Thomas Schön. Orgelliteratur:

  • Zur Einstimmung: Johann Sebastian Bach (1685–1750): Präludium Es-Dur, BWV 552/1
  • Zur Kommunion: Johann Sebastian Bach (1685–1750): Nun dankte alle Gott, BWV 657
  • Zum Auszug: Louis Vierne (1870–1937): Finale der 1. Symphonie d-Moll für Orgel, op. 14

Lesenswerte Links aus der vergangenen Woche

  • How To GTD With Google Übersicht von Erweiterungen zu: * GoogleReader Tools and Extensions * Google Docs Tools * Google Chrome Tools * Google Calendar Extensions * Tools for Google Blogger * GMail Tools and Extensions * Gtalk Tools u.v.m. (via Toolblog) tags: google, gtd

Über die inflationäre Verwendung der Schriftart „Comic Sans“

„Comic Sans MS ist eine handschriftähnliche Grotesk-Schriftart, die in zwei Schriftschnitten […] existiert“ – klingt doch recht professionell, was Wikipedia da über die Comic Sans MS schreibt. Oder hier die Aussage von Microsoft: „Comic Sans is the groovy script font […] although it might be seen as a novelty typeface, which is great for titles, it’s also extremely readable on-screen at small sizes, making it a useful text face.“

Wer  die Augen offen hält, wird die 1994 von Vincent Connare entwickelte Schriftart in nicht wenigen Dokumenten entdecken. Die Meinung gehen weit auseinander. Im Web gibt es sogar Initiativen, die Comic Sans aus den Windows-Distributionen verbannen möchten. Prominent ist hier bancomicsans.com.

Dennoch, bevor man sich auf Vincent Connare als den Übeltäter einschießt, lohnt eine Beschäftigung mit der Geschichte der Schriftart: Im März 1995 wurde „Microsoft Bob“ entwickelt. MS Bob wollte die recht spartanische Oberfläche des damals aktuellen Windows 3.1 aufpeppen. Dem Anwender wurde ein Zimmer gezeigt, in dem er mit der Maus auf verschiedene Symbole klicken konnte, die dann die entsprechenden Programme starteten. Bilder davon gibt es hier und hier. Eine kleine Figur am unteren rechten Bildschirmrand führte als Assistent durch das Zimmer. Connare, der an der Entwicklung von MS Bob beteiligt war, störte sich daran, dass in den Sprechblasen des Hundes die Schriftart Times New Roman verwendet worden war. Connare schreibt:

Comic Sans was NOT designed as a typeface but as a solution to a problem with the often overlooked part of a computer program’s interface, the typeface used to communicate the message. There was no intention to include the font in other applications other than those designed for children when I designed Comic Sans. The inspiration came at the shock of seeing Times New Roman used in an inappropriate way.

Comic Sans from Anita Brown on Vimeo.

Hörtipp: Chaosradio 144 – Datenträger, Datenverlust und Datenrettung

„Datenträger, Datenverlust und Datenrettung. Vom magnetischen Flußwechsel zum Dokument“ – so der Titel der neuesten Folge des „Chaosradios.

In kurzweiligen 113 Minuten führten Jakob Kranz (Moderation), Peter Franck und starbug in das Thema ein und beantworteten die eine oder andere Frage der Hörer — wenn auch eine Ferndiagnose immer nur schwer möglich ist.

Auf der Chaosradio-Website wurde wie Sendung wie folgt angekündigt:

Festplatten sind kleine technische Wunderwerke. Normalerweise verrichten diese absurd billigen Massenspeicher lange Zeit zuverlässig ihren Dienst. Oft wird man sich ihrer Existenz erst so richtig bewußt, wenn sie einmal nicht funktionieren. Wie bei jedem anderen technischen Gerät kommt eines Tages der sichere Ausfall, und das gilt ebenso für Halbleiterspeicher. Daher hat man Techniken entwickelt, um in einem solchen Fall einen Datenverlust zu vermeiden. Um Daten zu organisieren, bedarf es vieler Komponenten. Beteiligt ist meist ein Betriebssystem, das ein oder mehrere Dateisysteme verwaltet, oder gar mehrere Computersysteme, die miteinander über netzwerkartige Infrastrukturen kommunizieren, wobei jedes System jeweils nur einen Teil der vielen Schichten der Datenspeicherung abbildet. Mit dieser Entwicklung ist die Komplexität der Datenspeicherung ständig gestiegen. Kaum ein Mensch blickt da noch durch. Grund genug, diese Themen mal mit einer Chaosradio-Sendung zu beleuchten. Diese Sendung beschäftigt sich mit der Technik rund um Massenspeicher, der Rettung von verlorengegangenen Daten und angrenzenden Bereichen der Computerforensik.

Hier der Download der Datei.

Hörtipp: Wie in deutschen Archiven das Erbe der Geschichte verwahrt wird

Nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs wurde wie kaum zuvor über die Sicherheit von Archiven und ihrem öffentlichen Gut diskutiert. Ein Thema, das zuvor nur die Fachwelt zu beschäftigen schien, hat neue Aktualität gewonnen.

Kersten Knipp hat für den Deutschlandfunk einen schönen Beitrag produziert: „Für alle Zeiten gut geschützt? Wie in deutschen Archiven das Erbe der Geschichte verwahrt wird.“

Download des Manuskripts beim Deutschlandfunk.